Politik für Freising

Das Oberzentrum Freising

Von der mittelalterlichen Residenzstadt des Fürstbischofs über die Bürgerstadt bis hin zur heutigen Großen Kreisstadt – Freising hat seit jeher eine bedeutende Rolle in der Region München und darüber hinaus gespielt. Dem Wechselspiel aus wachsenden Einwohnerzahlen, Schaffung von Wohnraum und der Anpassung der benötigten Infrastruktur ist die Verwaltung dabei immer gerecht geworden. Zum aktuellen Zeitpunkt steht Freising vor einer weiteren Herausforderung: Der Freistaat Bayern benennt die Stadt in seiner aktuellen Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms zum Oberzentrum.

Oberzentren in Bayern laut dem aktuellen Landesentwicklungsprogramm 2013

Neben den benachbarten Oberzentren Ingolstadt, Regensburg und Landshut hat nun auch Freising ein für die Region bedeutendes Angebot an Bildungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Gesundheits- und Vorsorgezentren, Naherholungsflächen und Kulturveranstaltungen wie auch den allgemeinen und speziellen Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, das weit über den Grundbedarf hinaus geht. Um diesen Anforderungen an ein Oberzentrum gerecht zu werden, ist es Aufgabe der Stadtverwaltung, die bestehende Infrastruktur und vorhandenen Einrichtungen stetig zu modernisieren und kontinuierlich auszubauen.

Neue Herausforderungen

Dabei unterliegt Freising dem Entwicklungs- und Siedlungsdruck des Großraums München. Aktuell leben in allen Nationen weltweit etwa sieben Milliarden Menschen. Prognosen zeigen, dass bis im Jahr 2050 alleine sieben Milliarden Menschen in Metropolstädten leben werden. In Deutschland wird sich dieser Trend zurückhaltender zeigen. Aktuell zählt München neben Hamburg bundesweit zu den Städten mit dem stärksten Bevölkerungswachstum. Als Wirtschaftsstandort zählt Bayern weltweit zu den Top Ten. Prognosen prophezeien für den Freistaat einen verhaltenen Bevölkerungsanstieg bis 2020. Anschließend wird die Einwohnerzahl bis 2030 wieder auf den heutigen Stand zurückgehen. Nicht so in der Region München, wo der Bevölkerungszuwachs mit 10,3 Prozent überproportional hoch ist. Diese Zahlen spiegeln einerseits den Zuzug von arbeitssuchenden Menschen wider. Andererseits verbirgt sich dahinter auch der Wunsch nach urbanem Leben: Das öffentliche Angebot im städtischen Raum gewinnt an Bedeutung. Für Freising liegt darin die wunderbare Chance, sich mit dem historischen Erbe, einem anregenden Kulturangebot, den zahlreichen Freizeit- und Naherholungsflächen, seinen Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sowie den verkehrsgünstig gelegenen Wirtschafts- und Gewerbeflächen in der Region zu positionieren und über die Grenzen hinaus als authentische Marke zu platzieren.

Bevölkerungsvorausberechnung bis 2029 im Großraum München Veränderung 2009 bis 2029 in Prozent und absolut (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

Aufbauend auf diesen Voraussetzungen, Trends und Grundgedanken arbeiten die Mitglieder der Freisinger Mitte an der Entwicklung von Ideen und deren Umsetzung, um die Lebensqualität und die Attraktivität Freisings zu steigern, sowie um die Schönheit, die Individualität und das Besondere unserer Stadt ins Bewusstsein zu bringen.