Der städtische Haushalt 2026

Wie werden die laufenden Ausgaben finanziert und in welche Projekte wird im nächsten Jahr investiert?
Wichtige Fakten zum beschlossenen Haushaltsplan:

Im kommenden Jahr rechnen wir mit Einnahmen in Höhe von mehr als 130 Mio. €, womit sie wieder auf dem Niveau von 2018 sind. Die größten Posten sind dabei die Gewerbesteuer mit 43,5 Mio. € und dem Einkommenssteueranteil mit 47,4 Mio. €.

Dem gegenüber stehen als größte Ausgaben die Personalkosten in Höhe von 48,7 Mio. € und die Kreisumlage in Höhe von 45,2 Mio. €.

Neben den laufenden Kosten wird auch in 2026 in wichtige Infrastruktur-Projekte investiert. Der größte Posten ist der bereits laufende Umbau der Paul-Gerhard-Schule in eine Grundschule mit angemessenen Räumen für die vom Gesetzgeber vorgesehene Ganztagesbetreuung. Für die Generalsanierung der Grundschule St. Korbinian, den Abschluss der Erweiterung der Grundschule Vötting sowie die Neubau der zweiten Grundschule in Lerchenfeld sind insgesamt 2,4 Mio. € veranschlagt. Für die neue Kindertagesstätte Seilerbrückl stehen 2 Mio. € im Haushaltsplan.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen besteht in Freising erfreulicherweise kein Investitionsstau in Kindertagesstätten und Schulen!
Für die Erweiterung der Feuerwache in Lerchenfeld sind 2,5 Mio. € eingeplant.

Neue Kredite stehen nicht im Haushaltsplan: zum einen werden Rücklagen aufgebraucht, zum anderen bestehen aus diesem Jahr noch Kreditermächtigungen, die bisher nicht abgerufen wurden.

„Das vorgestellte Gesamtkonzept sichert die Handlungsfähigkeit im nächsten Jahr.“
Monika Schwind, Finanzreferentin (FSM)

Die vorgenommenen Mittelkürzungen betreffen alle städtischen Ämter gleichermaßen. Dennoch sichert der beschlossene Haushaltplan die umfassende Erfüllung der Aufgaben der Stadt. Darüber hinaus ist es gelungen, das gewohnte Stadtleben aufrecht zu erhalten, und zum Beispiel auch im nächsten Jahr bewährte Förderungen im Bereich Sport und Kultur fortzuführen.

In der Vergangenheit ist das (Haushalts-)Jahr in finanzieller Hinsicht oftmals positiver verlaufen als ursprünglich geplant. Auch für 2026 deuten verschiedene Anzeichen darauf hin. Zum Beispiel steht im Raum, dass die Kreisumlage gesenkt werden könnte. Zudem wird mit weiteren Förderungen gerechnet, die noch nicht im Haushaltsplan enthalten sind, weil derzeit unklar ist, in welcher Höhe und wann genau sie ausbezahlt werden.

Nichts desto trotz muss auch im nächsten Haushaltsjahr sorgsam mit den vorhandenen Geldern umgegangen werden. Nicht benötigte Mittel sind freizugeben, so dass wirklich nur ausgegeben wird, was tatsächlich unbedingt erforderlich ist. Gemeinsam wird es gelingen, die finanzielle Leistungsfähigkeit auch in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten!